Oster-Experimente für Kinder

Das Windei

Jeder kennt diese dünne Haut zwischen Eierschale und Eiweiß, die bei manchen gekochten Eiern störend am Eiweiß festhält und das pellen erschwert. Diese Eihaut kann aber auch sehr spannend sein.
Denn habt Ihr schon einmal versucht, ein rohes Ei so vorsichtig zu pellen, dass die empfindliche Eihaut heil bleibt?

Ein solches Ei nennt man in der Fachsprache „Windei“. Hin und wieder leidet ein Huhn unter Ernährungsmangel und kann daher selbstständig keine Eierschale mehr produzieren. In diesem Fall legt das Huhn ein Ei ohne Eierschale.

Doch wir möchten in unserem Experiment ein heiles Ei mit Kalkschale in ein Windei verwandeln. Allerdings ist es fast unmöglich ein rohes Ei so vorsichtig zu pellen, dass die Eihaut unbeschädigt bleibt und erfordert im Extremfall viel Zeit und Mühe.

Mit unserem Experiment erhaltet Ihr mühelos ein Windei – garantiert.

Die Durchführung

Für das Experiment benötigt Ihr lediglich zwei Dinge:

  1. Ein rohes Ei (egal ob weiß oder braun)
  2. Eine Schale voll Essig (z.B. Apfelessig)

Nun legt ihr das rohe, unbehandelte Ei in die Schale mit Essig, so dass es komplett mit der Flüssigkeit bedeckt ist.

Streng genommen habt ihr damit alles notwendige für das Experiment getan. Den Rest erledigt das Essig selbstständig in den nächsten 24 Stunden.
Wenn Ihr also morgen nach Eurem rohen Ei schaut, werdet Ihr eine schaumige Masse auf der Essigschicht erkennen. Darunter befindet sich Euer Ei, bei dem die Kalkschale jedoch nicht mehr vorhanden sein wird.

Ihr habt nun ein sogenanntes Windei.

Doch wie ist das passiert?

Das Essig besitzt einen hohen Säuregehalt, der für uns Menschen zwar nicht schädlich ist, aber die kalkschale eines Eies über Nacht auflöst.

Die Kalkschale des Eies reagiert mit dem Essig zu Calciumacetat und Kohlensäure, die dann in Wasser und Kohlenstoffdioxid zerfällt.
Kohlendioxid sind die kleinen Luftblasen im Wasser, die in Eurem Experiment die Schaumbildung an der Oberfläche erklären.

Nun könnt Ihr das Ei mit einem Löffel aus der Schüssel nehmen.

Aber Vorsicht: Ohne seine Kalkschale ist das rohe Ei besonders empfindlich und platzt sehr leicht.

Leider könnt Ihr das Ei nach dem Experiment nicht mehr essen, da es den starken Essiggeschmack über Nacht angenommen hat und daher nicht mehr genießbar ist.

Das gekochte Ei in der Flasche

Habt Ihr schon einmal versucht ein gekochtes Ei in eine leere Wasserflasche zu bekommen? Meistens ist der Flaschenhals zu eng und das Ei lässt sich im gepellten Zustand nur mit Gewalt in die Flasche bekommen. Unser Experiment wird jedoch dafür sorgen, dass das gekochte Ei selbstständig in die Flasche gleitet – ganz ohne Gewalt.

Für dieses spannende Experiment benötigt Ihr:

  • Eine leere Flasche (Am besten eignet sich eine Glasflasche mit etwas größerer Öffnung)
  • Ein gekochtes und geschältes Ei
  • Streichhölzer

Da in diesem Experiment mit Feuer gearbeitet wird, müsst Ihr bei der Durchführung besonders vorsichtig sein und macht es am besten zusammen mit einem Erwachsenen.

Die Durchführung:

Zuerst zündet Ihr das Streichholz an und werft es schnell in die offene Flasche. Setzt nun das gepellte Ei mit der Spritze auf den offenen Flaschenhals, so dass die Öffnung luftdicht verschlossen ist. Wenn Ihr nun ein wenig wartet, werdet Ihr sehen wie das Ei langsam in den Flaschenhals gezogen wird, bis es schließlich ganz in der Flasche verschwindet.

Viele sind der Meinung dass das Feuer die Luft verbraucht und dadurch ein Vakuum erzeugt wird, welches das Ei in die Flasche zieht. Das ist jedoch falsch!!

Was genau ist da passiert?

Das brennende Streichholz hat die Luft in der Flasche erwärmt. Warme Luft dehnt sich aus, benötigt also mehr Platz in der Flasche als kalte Luft.

Wenn Ihr das Ei nun auf die Flasche setzt, geht das Streichholz nach kurzer Zeit aus, weil es keinen frischen Sauerstoff bekommt. Nach kurzer Zeit kühlt sich die Luft in der Flasche wieder ab und zieht sich dadurch zusammen.

Diese Tatsache erzeugt einen Unterdruck in der Flasche, der das Ei in die Flasche saugt.

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